Dramatischer Rettungseinsatz im Chiemgau

Ein junger Gleitschirmflieger hat in Oberbayern für einen stundenlangen und dramatischen Großeinsatz gesorgt, nachdem er sich in den Seilen einer Bergbahn verheddert hatte. Der 26-Jährige hatte sich ausgerechnet an der höchsten Stelle der Hochfelln-Seilbahn in Bergen im Chiemgau rund 80 Meter über dem Boden mit seinem Fluggerät in den Stahlseilen verfangen. Ein Absturz an dieser Stelle wäre lebensgefährlich, wenn nicht sogar tödlich gewesen, betonte ein Polizeisprecher.

Rettung per Hubschrauber nicht möglich

Der Gleitschirm des Mannes hatte sich um die Tragseile gewickelt und den Mann so vor dem Absturz bewahrt. Eine Rettung per Hubschrauber war nicht möglich, daher arbeiteten sich die Einsatzkräfte vorsichtig über das Tragseil der Bahn mit einem Spezialgerät zum Unglücksort vor. Erst nach rund elf Stunden konnte der Mann von der Bergwacht befreit werden und kam danach mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus.

Bahnbetrieb eingestellt, Fahrgäste evakuiert

Der Betrieb der Bahn wurde nach der Alarmierung am Donnerstag gegen 15 Uhr eingestellt. Rund 20 Fahrgäste saßen daraufhin stundenlang in den beiden Gondeln fest. Sie wurden von der Bergwacht mit Rettungsgurten zum Boden gebracht. Etwa 50 Menschen, die sich noch auf dem Gipfel befanden, wurden mit mehreren Hubschraubern ins Tal geflogen – darunter Säuglinge, ältere Menschen, eine Schwangere sowie zwei Hunde. Auch die Bundeswehr beteiligte sich an dem Einsatz.

Ursache des Flugunfalls unklar

Wie es zu dem Flugunfall kommen konnte, war zunächst unklar. Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag, den 29. Juli 2021.

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