Planung und Vorbereitung

Am kommenden Samstag wird Charles III. in der Westminster Abbey offiziell zum König gekrönt. Die Vorbereitungen für die Krönung sind akribisch geplant, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Anders als bei der Krönung von Queen Elizabeth II. im Jahr 1953, bei der die Abbey monatelang geschlossen werden musste, um Tribünen für die 8251 Gäste zu errichten, soll diesmal darauf verzichtet werden. Die etwa 2000 Gäste sollen in die Kirche passen, ohne dass die Abbey geschlossen werden muss. Auch der Ballsaal des Buckingham-Palasts wurde zum Modell der Abbey umgestaltet, um Proben möglichst wenig in Anspruch zu nehmen. Die Prozessionsroute ist ebenfalls kürzer als bei der Krönung von Elizabeth II. und es werden weniger Militärangehörige anwesend sein.

Tradition und Neuerungen

Charles III. knüpft mit seiner Krönung an eine knapp 1000-jährige Tradition in der Westminster Abbey an. Er ist bereits der 40. Monarch, der dort die Krone aufs Haupt gesetzt bekommt. Obwohl es viele Konstanten gibt, gibt es auch einige Neuerungen. So wird die Krönung von Charles III. anders ablaufen als die seiner Vorgänger.

Edward VIII. und die Krönung, die nie stattfand

Edward VIII., der Onkel von Queen Elizabeth II., wurde automatisch König, als sein Vater 1936 verstarb. Zur Krönung kam es jedoch nie, da er abdankte, um seine große Liebe, die geschiedene Amerikanerin Wallis Simpson, heiraten zu können. Da sie nicht von adeliger Herkunft war, kam sie für den Palast als Königsgemahlin nicht in Betracht. Stattdessen wurde sein Bruder George VI. zum König gekrönt.

Pannen bei früheren Krönungen

Edward VII., der Sohn von Queen Victoria und Urgroßvater von Queen Elizabeth II., erkrankte kurz vor seiner Krönung im Jahr 1902 an einer Blinddarmentzündung. Die Krönung musste verschoben werden und als sie Monate später nachgeholt wurde, setzte ihm der fast blinde Erzbischof von Canterbury die Krone verkehrt herum auf den Kopf – nachdem er sie beinahe hatte fallen lassen.

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