In der Grippesaison 2022/2023 wurden in Sachsen insgesamt 30.675 Influenza-Fälle gezählt, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte. Dies ist seit der Einführung der elektronischen Meldung die zweithöchste Fallzahl nach der Rekordsaison 2017/2018, in der 47.765 Fälle registriert wurden.

Keine Grippewelle in den letzten Jahren

In der Saison 2020/2021 konnte aufgrund der Corona-Pandemie in Deutschland und Europa keine Grippewelle nachgewiesen werden. Auch in der darauf folgenden Saison 2021/2022 wurden nur 1859 Erkrankungen registriert. Daher war die Befürchtung groß, dass die Influenzaviren in der vergangenen Saison auf eine besonders empfängliche Bevölkerung treffen und somit eine starke Grippewelle auslösen könnten.

Alarmierender Anstieg der Fallzahlen

Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) betonte, dass Grippe keine harmlose Erkrankung sei und der Anstieg der Fallzahlen alarmierend sei. Hygienemaßnahmen und Impfungen könnten jedoch zum Schutz davor beitragen.

Früher Beginn der Grippewelle

Laut Ministerium begann die erste Grippewelle der vergangenen Saison ungewöhnlich früh in der 43. Kalenderwoche 2022. Vor der Corona-Pandemie hätten die Grippewellen meist erst im Januar begonnen.

Betroffene Altersgruppen

In der vergangenen Saison waren neben Kindern bis einschließlich 14 Jahren auch die 25- bis 49-Jährigen mit 28 Prozent besonders stark betroffen. Senioren ab 70 Jahren stellten 11 Prozent der Fälle dar. Insgesamt wurden in Sachsen 127 Influenza-Todesfälle erfasst.

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