Überblick
In der Berliner Wuhlheide haben Umweltschützer am Samstagabend damit begonnen, gegen den Bau der geplanten Straße „Tangentiale Verbindung Ost“ zu demonstrieren. Die Organisatoren teilten mit, dass vier Bäume besetzt und Baumhäuser errichtet wurden. Laut Polizei haben sich zeitweise bis zu 100 Menschen versammelt. Die Aktion verlief bisher friedlich.
Details
Die Baumbesetzer, die sich als queerfeministische Aktivisten bezeichnen, wollen mit ihrer Aktion verhindern, dass für die „Tangentiale Verbindung Ost“ etwa 15,8 Hektar Wald gerodet werden. Sie fordern zudem einen Baustopp für die Autobahn A100.
Die „Tangentiale Verbindung Ost“ ist eine neue Straßenverbindung im Osten Berlins. Der nördliche und südliche Abschnitt des Verkehrsweges ist als Märkische Allee und Spindlersfelder Straße bereits in Betrieb. Der neue Abschnitt soll die Lücke zwischen Märkischer Allee und der Straße An der Wuhlheide schließen und so unter anderem die Bezirke Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg und Treptow-Köpenick vom Verkehr entlasten.
Der Klimapolitische Sprecher der Linke-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Ferat Koçak, bezeichnete die Besetzung auf Twitter als „vollkommen gerechtfertigt“. Er kritisierte das geplante Projekt als „Wahnsinns-Projekt“, das wertvollen Wald zerstören und den motorisierten Individualverkehr ausbauen würde.
Fazit
Die Besetzung der Bäume in der Wuhlheide durch Umweltschützer verläuft bisher friedlich. Die Aktivisten wollen mit ihrer Aktion den Bau der „Tangentiale Verbindung Ost“ verhindern und fordern einen Baustopp für die Autobahn A100. Kritiker des Projekts bemängeln, dass wertvoller Wald zerstört und der motorisierte Individualverkehr ausgebaut werden würde.
