Nach der Bürgerschaftswahl in Bremen hält der Politologe Andreas Klee eine Fortsetzung der bestehenden rot-grün-roten Regierung für wahrscheinlich. Veränderungen im Parlament könnten jedoch durch die rechtspopulistische Bürger in Wut entstehen.

SPD könnte weiterhin mit Grünen und Linken regieren

Der Politologe Andreas Klee geht davon aus, dass die SPD auch weiterhin mit Grünen und Linken die Regierung in Bremen stellen wird. Eine große Koalition mit der CDU sei unwahrscheinlich, da die Zugeständnisse, die die SPD machen müsste, zu groß wären. Eine Fortsetzung des Dreier-Bündnisses sei für die SPD einfacher, eigene Politik durchzusetzen.

Personelle Konsequenzen bei den Grünen erwartet

Die Grünen, die weiterhin mitregieren wollen, haben bei der Wahl ein schwaches Ergebnis erzielt. Der Politikwissenschaftler Andreas Klee erwartet personelle Konsequenzen und dass Maike Schäfer nicht zu halten sein wird. Außerdem müssten die Grünen damit rechnen, mindestens einen Senatorenposten zu verlieren. Die Linken-Senatorinnen Kristina Vogt (Wirtschaft) und Claudia Bernhard (Gesundheit) sieht der Forscher dagegen in ihren Ämtern gestärkt.

Bürger in Wut als Paradigmenwechsel

Die rechtspopulistische Wählervereinigung Bürger in Wut (BiW) wird voraussichtlich mit rund neun Sitzen in die Bremische Bürgerschaft einziehen. Der Politologe Andreas Klee sieht darin einen „Paradigmenwechsel“ in der Bremer Parteienlandschaft. Die Bremische Bürgerschaft werde sich auf ein neues parlamentarisches Tagesgeschäft einstellen müssen. Klee betont, dass die Bürger in Wut nicht nur von dem Fehlen der AfD profitiert haben, sondern auch aus Protest und Enttäuschung über die anderen Parteien gewählt wurden.

Mögliche Koalition aus CDU, FDP und BiW

Bei einer Etablierung der Bürger in Wut hält der Forscher Andreas Klee auch eine Koalition aus CDU, FDP und BiW für möglich, auch wenn das noch von der CDU ausgeschlossen wird.

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