Am Dienstag, den 20. Juni 2023 um 22.15 Uhr, zeigt das ZDF die Dokumentation „37° Radikal, gehasst, verzweifelt“. Der Film von Broka Herrmann begleitet drei Aktivist*innen der „Letzten Generation“, die mit Hungerstreiks, Blockaden und Attacken auf berühmte Gemälde auf sich aufmerksam machen.

Die Protagonisten

Carla, eine 25-jährige Juristin, schiebt ihr zweites Staatsexamen und damit ihre Karriere auf, bis die „Letzte Generation“ wesentliche Erfolge erzielt hat. Sie wird von ihren ökobewegten Eltern unterstützt, bei denen sie ihr Umweltbewusstsein praktisch in die Wiege gelegt bekam. Jakob, ein ehemaliger Zimmermann, ist seit einem Jahr Vollzeitaktivist und hat bereits 30 Tage in der Justizvollzugsanstalt München verbracht. Solvig, eine 41-jährige Mutter von vier Kindern, studiert Psychologie und geht seit einem Jahr mit ihrer ältesten Tochter auf die Straße, um auf die Brisanz der Klimakrise hinzuweisen.

Die Motivation

Der Film zeigt die Motivation, Ziele und Entschlossenheit der Aktivist*innen, aber auch wie sie mit Kritik und Hassattacken umgehen. Dabei kommen auch Eltern, Freunde und Mitmenschen zu Wort, die von den Aktionen in Mitleidenschaft gezogen wurden. Der Film zeigt, wie die Aktivist*innen ihre Frust- und Glücksgefühle verarbeiten und wie diese Erfahrungen sie persönlich verändert haben.

Ein Bild der Spaltung und des Verständnisses

Der Film zeigt ein Bild der Spaltung, aber auch des Verständnisses in der Gesellschaft. Dabei werden nicht nur die Hass- und Gewaltattacken, sondern auch die Unterstützung und der Zusammenhalt in der Gruppe deutlich. Die Dokumentation gibt Einblicke in das Umfeld der Aktivist*innen und zeigt, woher ihre Bereitschaft kommt, Karriere und gesellschaftliche Position dem ökologischen Kampf unterzuordnen.

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