Die Europäische Kommission hat einen Verordnungsvorschlag zur Verschärfung der CO2-Emissionsnormen für schwere Nutzfahrzeuge vorgelegt. Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) hat dazu eine Stellungnahme abgegeben und betont, dass alle verfügbaren CO2-neutralen und CO2-reduzierenden Antriebe und Kraftstoffe berücksichtigt werden sollten, um die europäischen Fit for 55-Ziele zu erreichen.
Technologievielfalt als Schlüssel
Neben Maßnahmen zur Elektrifizierung und Hybridisierung sollten auch synthetische Kraftstoffe, Wasserstoff sowie regenerative Biokraftstoffe in Betracht gezogen werden, so der ZDK. Die Anrechenbarkeit von CO2-neutralen und CO2-reduzierenden Kraftstoffen sollte auf Basis einer gesamtheitlichen Betrachtung der realen CO2-Bilanz erfolgen. Es sollten auch starke Anreizmechanismen geschaffen werden, um die Herstellung dieser grünen Kraftstoffe zu fördern.
Infrastruktur als wichtiger Faktor
Der ZDK betont auch die Notwendigkeit, die für den Aufbau erforderlichen Infrastrukturen zu fördern, wie Elektrolyse-Anlagen, öffentliche Wasserstofftankstellen für Nutzfahrzeuge sowie ein ausreichend dichtes und leistungsfähiges öffentliches Ladenetz.
Berücksichtigung des gesamten Lebenszyklus
Die Rahmenbedingungen für die CO2-Emissionsnormen sollten die tatsächlichen Emissionen über den gesamten Lebenszyklus von neu typgenehmigten Fahrzeugen (cradle-to-grave) berücksichtigen. Die Betrachtungen von der Kraftstofferzeugung bis zum Tanken (well-to-tank) sollten ausgeweitet werden, um die tatsächlichen CO2-Emissionen aufzuzeigen.
