Es gibt viele Tierarten in Deutschland, die ursprünglich von anderen Kontinenten stammen und als invasive Arten bezeichnet werden. Diese Tiere finden hier hervorragende Lebensbedingungen vor und bringen oft die heimischen Ökosysteme durcheinander. Einige dieser Tiere verdrängen heimische Arten und fügen sich nicht problemlos in das neue Ökosystem ein. Andere können giftig sein oder Ernten bedrohen und stellen damit ein gewaltiges Problem dar.

Beispiele für invasive Arten in Deutschland

Einige markante Beispiele für invasive Arten in Deutschland sind:

  • Waschbären, die als Untermieter auf Dachböden wohnen
  • Spanische Wegschnecken, die Salatbeete verwüsten
  • Amerikanische Sumpfkrebse, die heimische Arten verdrängen
  • Kanadische Gänse, die heimische Vögel verdrängen
  • Chinesische Wollhandkrabben, die Flussufer untergraben

Umgang mit invasiven Arten

Es gibt weltweit Programme, die den Umgang mit invasiven Arten regeln, beispielsweise auf Ebene der Europäischen Union und auch innerhalb Deutschlands.

Geschichte der Verbreitung invasiver Arten

Dass Tierarten aus ihren angestammten Gebieten abwandern, ist kein neues Phänomen. Schon in der Steinzeit verbreiteten sich Tiere über ihre angestammten Heimatgebiete hinaus. Mit Beginn der Frühen Neuzeit und nachdem Christoph Kolumbus 1492 das erste Mal zum amerikanischen Kontinent segelte, beschleunigte sich die Verbreitung invasiver Arten auf der ganzen Welt. Menschen nahmen auf ihren Wanderbewegungen in großem Stil Tiere mit – ob bewusst als Haus- und Nutztiere oder unbewusst als „blinde Passagiere“ an Schiffen oder Autoreifen.

Es gibt vermutlich Zehntausende Tiere in Deutschland und Europa, die man als invasive Arten bezeichnen könnte.

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