Der Gründer des Bekleidungsunternehmens s.Oliver, Bernd Freier, äußerte in einem Interview mit dem „Spiegel“ seine Bedenken bezüglich der Ansprüche junger Arbeitnehmer. Er bemängelte, dass vielen jungen Menschen „an Biss“ fehle und erinnerte sich an seine eigene Jugend, in der er bereits mit sechs Jahren Zeitungen ausgetragen hatte.
Einstellungen junger Arbeitnehmer
Die jüngere Generation hat oft andere Vorstellungen von Arbeit als ihre Vorgänger. Sie suchen nach Sinn im Arbeitsleben, legen Wert auf Flexibilität und bessere Arbeitsbedingungen, wie etwa eine Vier-Tage-Woche oder mobiles Arbeiten. Aufstiegsmöglichkeiten sind hingegen weniger gefragt als bei den Vorgängergenerationen. Zeit ist jungen Arbeitnehmern wichtiger als Geld, und das Leben soll nicht nur dem Arbeiten dienen.
Kritik an jungen Arbeitnehmern
Für ältere Semester sind diese Einstellungen mitunter nicht ganz nachvollziehbar. Auch Bernd Freier fremdelt mitunter mit seinen jüngeren Angestellten. „Vielen geht es zu gut. Der Papa zahlt die Miete, und es wird viel zu viel vererbt“, sagte Freier. Er selbst sei noch in schwierigeren Verhältnissen aufgewachsen und betonte, dass das größte Bestreben damals gewesen sei, aus dieser Situation herauszukommen.
Kritik am mobilen Arbeiten
Auch vom mobilen Arbeiten hält Freier nicht viel. Er hatte mal einen Spitzenmanager, der nur drei Tage die Woche im Unternehmen arbeiten wollte und den Rest von zu Hause aus arbeiten wollte. Freier stellte in Frage, ob das funktionieren könne und betonte, dass man als Führungskraft „bei den Mitarbeitern sein“ müsse.
Studien zur Loyalität junger Arbeitnehmer
Studien zufolge haben Arbeitnehmer unter 30 Jahren eine deutlich geringere Loyalität zu ihren Arbeitgebern als Ältere.
Quellen: „Spiegel“ / DPA
In einem Video-Interview mit dem stern gibt Journalistin und Buchautorin Ronja Ebeling Tipps, wie Unternehmen und Ausbildungsbetriebe die junge Generation an sich binden können, um einem massiven Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
