Im Berchtesgadener Land wurden vor gut zwei Wochen zwei tote Schafe gefunden. Die Vermutung eines Wolfsrisses bestand zunächst, jedoch ergaben genetische Untersuchungen des Landesamtes für Umwelt, dass ein Braunbär für den Tod der Tiere verantwortlich war.
Kein Wolf, sondern ein Braunbär
Am Dienstag teilte das Landesamt für Umwelt mit, dass die DNA-Probe eines Braunbären den Verdacht auf einen Wolf als Verursacher widerlegt. Es liegen derzeit keine Hinweise auf einen Braunbären in Oberbayern vor, jedoch wird untersucht, ob es sich bei dem Bären um das Tier handelt, das im Mai in Salzburg von einem Zug überfahren wurde.
Entschädigung für Nutztierhalter
Der Freistaat Bayern kommt für Schäden auf, die durch Wölfe oder Braunbären an Nutztieren entstehen. Im Grenzgebiet zwischen Bayern und Österreich gab es in letzter Zeit vermehrt Bärensichtungen, auch im benachbarten bayerischen Landkreis Berchtesgadener Land und Traunstein wurden im Mai Bärennachweise gefunden.
Es bleibt abzuwarten, ob sich weitere Bären in der Region ansiedeln werden und wie sich dies auf die Tierhaltung und den Artenschutz auswirken wird.
