Die Umsätze der Chemie- und Pharma-Branche in Baden-Württemberg sind im ersten Quartal 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 4,6 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro gestiegen. Dies geht aus einem Bericht der Verbände der Chemie- und Pharma-Industrie in Baden-Württemberg, Chemie.BW, hervor. Im Gegensatz zum Bundestrend ist das Umsatzplus vor allem auf die Entwicklung der pharmazeutischen Industrie zurückzuführen, die die größte Teilbranche in Baden-Württemberg darstellt. Die Umsätze der Arzneimittelproduzenten stiegen im laufenden Jahr um 16,8 Prozent im Vergleich zum schwachen ersten Quartal 2022. Die klassische Chemieindustrie stagnierte dagegen.
Beschäftigungszuwachs in der Pharmaindustrie
Der Beschäftigungszuwachs von 4,1 Prozent ist ebenfalls der Pharmaindustrie zuzuschreiben. Trotz des positiven Trends äußern die Unternehmen vermehrt Skepsis. Die hohen Produktions- und Arbeitskosten belasten die Betriebe und die Wettbewerbsnachteile, insbesondere bei den Energiekosten, bleiben bestehen. Der Standort Baden-Württemberg profitiert im Moment von der im Vergleich zur deutschen Chemie unterschiedlichen Branchenstruktur – nur 6 Prozent Grundchemie, aber 44 Prozent Pharma (Anteile nach Mitgliedsunternehmen Chemie.BW). Längerfristige Aussagen seien allerdings im Moment unmöglich.
Daten und Fakten
In der online verfügbaren Tabelle sind die Daten nach den Angaben des Statistischen Landes- bzw. Bundesamtes wiedergegeben.
