Am Mittwoch gab Nordkorea bekannt, dass der Start einer Trägerrakete mit einem militärischen Aufklärungssatelliten gescheitert sei und dieser „ins Meer gestürzt“ sei. Die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA meldete, dass die neue Satelliten-Trägerrakete „Cheollima-1“ im Westmeer versunken sei, nachdem sie wegen eines unnormalen Starts des zweistufigen Motors ihren Schwung verloren habe.
Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete zuvor, dass das Projektil früher als erwartet vom Radar verschwunden sei. Die Armee prüfe, ob es explodiert oder abgestürzt sei. Nach dem Start der Rakete hatten Südkoreas Hauptstadt Seoul und die südjapanische Region Okinawa kurzzeitig Alarm ausgelöst.
Nordkorea hatte am Dienstag angekündigt, im Juni einen Spionagesatelliten ins All schießen zu wollen, um militärische Bewegungen der USA und ihrer Verbündeten in Echtzeit zu verfolgen. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatte Mitte Mai den ersten militärischen Spionagesatelliten seines Landes inspiziert und grünes Licht für den „künftigen Aktionsplan“ gegeben.
Die militärischen Spannungen auf der koreanischen Halbinsel haben sich zuletzt drastisch verschärft. Die kommunistische Führung in Pjöngjang droht immer wieder mit einer militärischen Eskalation in der Region. Angesichts der anhaltenden Provokationen Nordkoreas verstärkten Südkorea und die USA ihre Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich.
