Am Tag der Organspende in Deutschland wird allen Menschen gedankt, die sich dazu entschieden haben, einem anderen Menschen ein Organ zu spenden. Durch ihre persönliche Entscheidung ermöglichen sie anderen wertvolle Lebensjahre.
Bundespolitik blockiert Fortschritte
Leider können jedoch viel zu viele organkranke Menschen in Deutschland nicht gerettet werden. Die Wartezeiten für eine Organspende werden immer länger und viele enden mit dem Tod. Dies liegt nicht an mangelnder Spendenbereitschaft, sondern an Politiker*innen, die echte Fortschritte blockieren. Sie agieren halbherzig und uninspiriert, relativieren, wegschauen und drücken sich vor ihrer Verantwortung.
Ernüchterung nach neuer Transplantationsgesetzgebung
Ein Jahr nach Inkrafttreten der neuen Transplantationsgesetzgebung gibt es immer noch Verzögerungen beim Organspenderegister und keine flächendeckende Aufklärung der Menschen in den Bürgerämtern. Die Zahl der Organspenden bleibt niedrig.
Internationale Erfolgskonzepte vorhanden
Es ist bekannt, dass es anders gehen kann, wie Spanien seit Jahrzehnten zeigt. Betroffene können helfen, wenn die Politik nicht mehr weiterweiß. Ein offener Brief im Bundesgesundheitsministerium vom 1. März enthielt ein Bündel an möglichen und sinnvollen Maßnahmen, darunter die Einführung eines Prinzips der angenommenen Zustimmung (sog. Widerspruchsregelung oder Opt-Out-Modell).
Der Tag der Organspende sollte ein Ansporn für Politiker*innen sein, endlich echte Fortschritte zu erzielen und die Versorgung organkranker Menschen in Deutschland zu verbessern.
