Peru hat derzeit mit dem schwersten Dengue-Ausbruch zu kämpfen, der jemals verzeichnet wurde. Aufgrund des Klimaphänomens El Niño, das schwere Regenfälle mit sich bringt, wird erwartet, dass sich die Situation verschlimmert. Das Gesundheitsministerium des Landes meldete eine Todeszahl von über 200 und mehr als 130.000 registrierte Fälle. Gesundheitsbehörden in Peru führen den Anstieg der Fälle auf das Klimaphänomen El Niño zurück.

El Niño und Dengue

El Niño, gekennzeichnet durch zyklische Erwärmung der Ozeane und Veränderungen der Wetterbedingungen, hat zu tropischen Wirbelstürmen und erhöhten Niederschlägen in der pazifischen Region geführt. Die übermäßigen Niederschläge haben Brutstätten für Moskitos geschaffen, was zur weit verbreiteten Verbreitung von Dengue geführt hat.

Maßnahmen gegen Dengue

Als Reaktion auf den Anstieg der Fälle haben die Gesundheitsbehörden in Peru Maßnahmen ergriffen, wie zum Beispiel das Verbot für Bewohner, stehendes Wasser in offenen Behältern zu lagern. Rosa Gutiérrez, Perus Gesundheitsministerin, betonte die Dringlichkeit der Beseitigung von Moskitobrutstätten und hob die tödlichen Folgen von Dengue hervor.

El Niño und Klimawandel

Die US-amerikanische National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) hat offiziell den Beginn von El Niño erklärt, nachdem in den letzten drei Jahren das kühlere La Niña-Muster vorherrschte. Der diesjährige El Niño ist besonders besorgniserregend, da er Ähnlichkeiten mit dem starken El Niño-Ereignis von 2016 aufweist, als die Welt das historisch heißeste Jahr erlebte. Die NOAA sagt voraus, dass die Intensität der El Niño-Bedingungen im Laufe des Jahres und bis 2024 allmählich zunehmen wird.

Notstand in Peru

Peru hat in 18 von 24 Regionen einen „Notstand“ von zwei Monaten erklärt, um auf die unmittelbare Gefahr durch schwere Regenfälle in diesem und dem nächsten Jahr hinzuweisen. Michelle L’Heureux, Meteorologin im Climate Prediction Center der NOAA, beschrieb die Situation als beispiellos und spiegelt die Ernsthaftigkeit der Lage wider.

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