US-Außenminister äußert Besorgnis über möglichen Einsatz von Söldnern

Die derzeitige Militärjunta, die den afrikanischen Staat Niger regiert, könnte in den kommenden Tagen Unterstützung von Russlands Wagner-Gruppe suchen. US-Außenminister Antony Blinken äußerte Besorgnis über den möglichen Einsatz der Söldnertruppen in Teilen der Sahelregion. Die Besorgnis ist nicht ganz unbegründet, da das benachbarte Mali vor zwei Jahren einen ähnlichen Weg eingeschlagen hat.

Präsident von Niger nach Militärputsch gestürzt

Niger-Präsident Mohamed Bazoum wurde vor knapp zwei Wochen bei einem Militärputsch gestürzt. Seitdem haben die neuen militärischen Führer des Landes alle Bemühungen abgelehnt, den gestürzten Präsidenten wieder einzusetzen oder diplomatische Missionen zur Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Ordnung durchzuführen. Dies hat zu einer wachsenden Liste von Sanktionen gegen Einrichtungen und Einzelpersonen geführt, die an der Übernahme beteiligt sind.

US hat Militärputsch noch nicht offiziell als solchen bezeichnet

Die USA haben die Handlungen der Junta bisher noch nicht als Putsch bezeichnet, was bedeuten würde, dass Niger Hunderte von Millionen Dollar an Militärhilfe und anderer Unterstützung verlieren würde. Es würde auch bedeuten, dass die USA ihre Unterstützung für eine wichtige Drohnenbasis in Niger, die zur Überwachung von Extremisten errichtet wurde, zurückziehen würden – etwas, das Berichten zufolge von Analysten nur ungern getan würde. Putsche waren jedoch in der Region in den letzten Jahren weit verbreitet. Das benachbarte Mali und Burkina Faso haben seit 2020 jeweils zwei Putsche erlebt, ohne Rücksicht auf den regionalen Block ECOWAS oder andere regulierende Einrichtungen.

Westliche Verbündete befürchten ähnlichen Verlauf wie in Mali

Westliche Verbündete befürchten, dass Niger den Weg von Mali einschlagen könnte, das französische Truppen und UN-Friedenstruppen vertrieben und nach einem Putsch im Jahr 2021 Söldner von der Wagner-Gruppe eingeladen hat. Berichten zufolge haben die malische Armee sowie mutmaßliche Kämpfer von Wagner seitdem eine brutale Militäroffensive durchgeführt. Zeugen und Menschenrechtsgruppen sagen, dass sie im letzten Jahr Hunderte von Zivilisten hingerichtet haben, während Armee und Wagner die Vorwürfe leugnen. (Mit Material von Agenturen)

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