Zweite Welle von Angriffen
Am Mittwoch kam es in Libanon zu weiteren Explosionen elektronischer Geräte, nur einen Tag nachdem Pager, die von Mitgliedern der militanten Gruppe Hezbollah genutzt wurden, detoniert waren. Diese Vorfälle markieren eine zweite Welle tödlicher Angriffe, die allgemein Israel zugeschrieben werden. Die Sorge wächst, dass der anhaltende Konflikt zwischen den beiden Seiten in einen umfassenden Krieg eskalieren könnte.
Tödliche Folgen der ersten Explosionen
Bereits am Dienstag detonierten die Pager, die von Hunderten von Hezbollah-Mitgliedern verwendet werden, an verschiedenen Orten in Libanon und Syrien. Diese Angriffe forderten mindestens 12 Todesopfer, darunter zwei kleine Kinder, und verletzten Tausende weitere. Die libanesische Regierung sowie die von Iran unterstützte Hezbollah machen Israel für die tödlichen Explosionen verantwortlich.
Zusätzliche Detonationen in Beirut
Nur einen Tag nach den ersten Vorfällen ereigneten sich am Mittwoch in Beirut und anderen Gebieten Libanons weitere Explosionen. Dazu gehörten mehrere Detonationen während einer Beerdigung in Beirut für drei Mitglieder von Hezbollah und ein Kind, das bei den Explosionen am Dienstag ums Leben kam. Laut dem Gesundheitsministerium wurden mindestens 20 Menschen getötet und etwa 450 weitere verletzt.
Die Rolle von Pagers
Pagers, die in der Kommunikation von Hezbollah über viele Jahre hinweg eine wichtige Rolle spielten, sind seit 2014 weitgehend eingestellt worden. Mobiltelefone haben sich weltweit als primäres Kommunikationsmittel durchgesetzt, und die Nachfrage nach Pagers, die in den 1990er Jahren ihren Höhepunkt erreichten, ist stark gesunken.
Hezbollahs Kommunikationsstrategien
Hezbollahs Führer, Hassan Nasrallah, hatte kürzlich die Mitglieder gewarnt, Handys zu benutzen, was die Abhängigkeit der Gruppe von Pagers unterstreicht.
