Angriffe auf Beirut

In der Nacht von Freitag auf Samstag führte Israel mehrere intensive Luftangriffe auf die südlichen Vororte von Beirut durch. Diese Angriffe zielen darauf ab, die Führungsstruktur der libanesischen Miliz Hezbollah zu destabilisieren, insbesondere auf Hashim Safieddine, der als möglicher Nachfolger des getöteten Führers Hassan Nasrallah gilt.

Folgen der Angriffe

Die Luftangriffe führten zu großen Explosionen, die mehrere Gebäude in der libanesischen Hauptstadt zerstörten. Die Druckwellen der Explosionen waren in weiten Teilen der Stadt zu spüren, und dicke Rauchwolken stiegen in den Nachthimmel auf. Die israelische Armee hatte zuvor die Anwohner gewarnt, bestimmte Gebäude zu evakuieren, nachdem viele Menschen nach dem tödlichen Angriff auf Nasrallah geflohen waren.

Fokus auf Safieddine

Es ist unklar, ob Safieddine bei den Angriffen getötet wurde. Er gilt als Cousin von Nasrallah und wird seit langem als dessen möglicher Nachfolger angesehen. Geboren 1964, hat er viele Jahre in den oberen Rängen der Hezbollah verbracht und wird oft als die Nummer zwei der Gruppe betrachtet. Safieddine leitet den Exekutivrat der Hezbollah, der viele soziale und politische Aktivitäten der Gruppe verwaltet, und hat enge Beziehungen zu Iran aufgebaut.

Internationale Reaktionen

Analysten, darunter Lina Khatib von Chatham House, betonen die Bedeutung von Safieddines Verbindungen zu Iran, insbesondere durch seine familiären Bindungen zu Qassem Soleimani, dem 2020 bei einem US-Drohnenangriff getöteten iranischen Militärführer. Unter der Trump-Administration wurde Safieddine 2017 auf die Liste speziell designierter Terroristen der USA gesetzt.

Auswirkungen auf Hezbollah

Hanin Ghaddar vom Washington Institute for Near East Policy kommentierte, dass der Angriff auf Safieddine ein Zeichen dafür sei, dass Israel entschlossen ist, die Führung der Hezbollah zu eliminieren. Sie erklärte, dass dies die Demütigung der Hezbollah innerhalb ihrer Gemeinschaft erheblich verstärke und das Vertrauen innerhalb der Gruppe weiter untergrabe. Ghaddar fügte hinzu, dass Israel auch nach der Ermordung von Nasrallah nicht zurückschalten oder seine Strategie ändern werde.

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