Positive Quartalszahlen

Der Softwarekonzern SAP hat im dritten Quartal ein deutliches Gewinnwachstum verzeichnet, trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage in vielen Regionen. Die aktuellen Quartalszahlen zeigen, dass SAP nicht direkt von der allgemeinen Konjunktur abhängig ist.

Erwartungen für das Gesamtjahr

Vorstandschef Christian Klein hat die Ziele für das Gesamtjahr angehoben. Für 2024 strebt SAP ein währungsbereinigtes Gewinnplus von 20 bis 23 Prozent an, während zuvor ein Anstieg von 17 bis 21 Prozent geplant war. Auch beim Produktumsatz wird eine währungsbereinigte Wachstumsrate von 10 bis 11 Prozent angestrebt, anstelle der vorherigen Schätzung von 8 bis 10 Prozent.

Stellenabbau und Neueinstellungen

Im Rahmen eines laufenden Umbaus des Unternehmens kommt SAP bei den geplanten Neueinstellungen langsamer voran als erwartet. Gleichzeitig werden Tausende von Stellen abgebaut, was sich positiv auf die Ergebnisse ausgewirkt hat. Das Lizenzgeschäft hat sich als robuster erwiesen als kalkuliert, was ebenfalls zu den positiven Zahlen beiträgt.

Wachstum im Cloudgeschäft

Der Umsatz mit Cloudsoftware stieg im dritten Quartal um 25 Prozent, und die Buchungen für die kommenden zwölf Monate zeigen ebenfalls einen Anstieg. SAP bleibt bei den bisherigen Zielen für das Cloudgeschäft, das über mehrere Jahre hinweg Vorteile bei der Kundenbindung und damit auch beim Umsatz und Gewinn bringen soll.

Finanzielle Kennzahlen

Insgesamt stieg der Konzernumsatz um 9 Prozent auf 8,47 Milliarden Euro, während der Nettogewinn mit 1,44 Milliarden Euro 13 Prozent über dem Vorjahreswert lag. Finanzchef Dominik Asam kündigte an, dass SAP im vierten Quartal bei den Neueinstellungen schneller vorankommen möchte.

Umbauprogramm und Mitarbeiterzahl

Das Umbauprogramm, das Anfang des Jahres angekündigt wurde, sieht den Abbau von bis zu 10.000 Stellen vor. Viele Mitarbeiter haben die Möglichkeit, sich auf neue Positionen innerhalb des Unternehmens zu bewerben, während ein erheblicher Teil das Unternehmen verlässt. Aufgrund von Neueinstellungen und dem milliardenschweren Zukauf des israelischen Unternehmens WalkMe könnte die Mitarbeiterzahl bis zum Jahresende jedoch leicht ansteigen. Ab dem kommenden Jahr plant SAP, die Kosten durch das Umbauprogramm spürbar zu senken, mit Einsparungen von etwa 700 Millionen Euro.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert