Einleitung
Mit der bevorstehenden Amtsübernahme von Donald Trump bereiten sich Führungskräfte im Bereich der Geschäftstechnologie auf unmittelbare und langfristige Auswirkungen seiner möglichen politischen Entscheidungen vor. Diese betreffen unter anderem Zölle, die Regulierung von Künstlicher Intelligenz (KI) sowie Fusionen und Übernahmen.
Künstliche Intelligenz im Fokus
Für Chief Information Officers (CIOs) steht Künstliche Intelligenz weiterhin im Mittelpunkt. Die Dringlichkeit, diese Technologie in ihren Unternehmen einzuführen, bleibt hoch, während CIOs genau beobachten, welche Rolle die Bundesregierung bei der Regulierung oder Förderung von KI spielen könnte. Suvajit Basu, ehemaliger CIO von Goya Foods, betont, dass KI vor allem die strategische Planung der CIOs beeinflusst. Dazu gehört die Frage, ob KI „intelligent genug“ ist, um die Effizienz in der Logistikplanung zu verbessern und wie sie die Belegschaft verändern wird.
Zölle und steigende Hardwarekosten
Ein Bereich, in dem Trump sofort Einfluss nehmen kann, sind die Zölle. Der designierte Präsident kann hier ohne Zustimmung des Kongresses handeln. Er hat Zölle von mindestens 60 % auf China und von 10 % bis 20 % auf andere Länder vorgeschlagen, was die US-Zollraten auf den höchsten Stand seit den 1930er Jahren anheben würde. Viele amerikanische Unternehmen sind auf im Ausland hergestellte Hardware wie Laptops und Smartphones angewiesen. Steigen die Preise für diese Produkte, könnte dies die Technologie-Budgets der CIOs belasten. Thomas Phelps, Senior Vice President und CIO von Laserfiche, äußert Bedenken, da das Softwareunternehmen auf importierte Hardware angewiesen ist und das Budget für das nächste Jahr bereits festgelegt ist. Andere Führungskräfte zeigen sich jedoch optimistisch. John Roese, globaler CTO und Chief AI Officer von Dell, erklärt, dass Unternehmen in der Regel anpassungsfähig sind, um auf sich ändernde Zollraten zu reagieren.
Künstliche Intelligenz und staatliche Aufsicht
Seit der Einführung generativer KI-basierter Chatbots vor zwei Jahren hat das Thema KI an Bedeutung für die Bundesregierung gewonnen. Es wird erwartet, dass Trump eine weniger strenge Haltung gegenüber der staatlichen Aufsicht über KI einnehmen wird, insbesondere da große Technologieunternehmen und Startups eine lockere Handhabung der Sicherheitsregeln für KI fordern. Die Befürworter dieser Lockerungen argumentieren, dass dies die Innovation fördern würde. Trump hat bereits angekündigt, die Executive Order der Biden-Administration zur KI abzubauen, die darauf abzielte, verschiedene Bedrohungen der Technologie zu regulieren.
