Genehmigung eines Plans zur Kontrolle des Gazastreifens

Am Montag hat das israelische Kabinett Pläne genehmigt, die darauf abzielen, den gesamten Gazastreifen zu erobern und für einen unbestimmten Zeitraum in diesem Gebiet zu verbleiben. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Associated Press unter Berufung auf offizielle Quellen. Der schrittweise umzusetzende Plan könnte auf heftigen internationalen Widerstand stoßen.

Erweiterung militärischer Operationen

Die Genehmigung des Plans erfolgte in einer frühen Abstimmung am Montagmorgen, nur wenige Stunden nachdem der Militärchef Israels angekündigt hatte, dass zehntausende Reservisten mobilisiert werden. Ziel ist es, die militärischen Operationen im palästinensischen Gebiet erheblich auszubauen. Offiziellen Angaben zufolge umfasst der Plan die „Eroberung des Streifens und die Kontrolle über Gebiete“.

Zielsetzung des Plans

Laut dem Bericht ist der Plan darauf ausgerichtet, die Hamas zu besiegen und Geiseln, die in Gaza festgehalten werden, zu befreien. Dies könnte jedoch dazu führen, dass Hunderttausende von Palästinensern in den südlichen Gazastreifen gedrängt werden, was die bereits kritische humanitäre Lage weiter verschärfen würde.

Humanitäre Krise und Waffenstillstand

Nach dem Zusammenbruch eines Waffenstillstands zwischen Israel und der Hamas Mitte März hat Tel Aviv heftige Angriffe auf das Gazagebiet gestartet, bei denen Hunderte von Palästinensern getötet wurden. Zudem hat Israel alle humanitären Hilfsmaßnahmen, einschließlich Nahrungsmittel, Treibstoff und Wasser, nach Gaza eingestellt.

Druck auf die Hamas

Der neue Plan zielt auch darauf ab, die militante Gruppe Hamas daran zu hindern, humanitäre Hilfe zu verteilen, da Israel der Meinung ist, dass dies die Herrschaft der Gruppe in Gaza stärkt. Zudem wird Hamas vorgeworfen, die Hilfe für sich selbst zurückzuhalten, um ihre eigenen Fähigkeiten zu verbessern.

Internationale Reaktionen und Vorschläge

Laut dem Bericht war Israel mit mehreren Ländern in Kontakt über den Vorschlag von US-Präsident Donald Trump, Gaza zu übernehmen und dessen Bevölkerung umzusiedeln. Dieser Vorschlag, den Israel als „freiwillige Emigration“ bezeichnet, hat bereits in Europa und der arabischen Welt zu Verurteilungen geführt.

Missilangriff aus dem Jemen

Ein von iranisch unterstützten Rebellen im Jemen abgefeuerter Missile hat am Sonntag kurzzeitig den Flugverkehr am wichtigsten internationalen Flughafen Israels gestoppt, nachdem der Einschlag in der Nähe einer Zufahrtsstraße Panik unter den Passagieren auslöste. Die israelische Armee gab an, dass es das erste Mal sei, dass eine Rakete seit Beginn des Krieges in Gaza das Flughafengelände getroffen hat. Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass ein technisches Problem mit dem Abfangsystem die Ursache gewesen sein könnte.

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