Fehlerhafte KI-Antworten
Eine internationale Untersuchung hat ergeben, dass KI-gestützte Nachrichtenassistenten in 45 Prozent der Fälle fehlerhafte Informationen bereitstellen. Dies gilt unabhängig von Sprache, Region oder Plattform. Die Studie mit dem Titel „News Integrity in AI Assistants“ wurde am 22. Oktober 2025 veröffentlicht und umfasst Beiträge von öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten aus mehreren Ländern, darunter Deutschland, Frankreich, Kanada und die USA.
Ergebnisse der Studie
Die zentralen Ergebnisse zeigen, dass 45 Prozent der analysierten KI-Antworten mindestens einen erheblichen Fehler aufwiesen. Darüber hinaus gab es in 31 Prozent der Fälle gravierende Probleme bei den Quellenangaben. 20 Prozent der Antworten enthielten Ungenauigkeiten, Halluzinationen oder veraltete Informationen.
Stimmen der Rundfunkanstalten
Florian Hager, Vorsitzender der ARD, betont die Notwendigkeit vertrauenswürdiger Inhalte und KI-Systeme. Er hebt hervor, dass die ARD daran interessiert ist, ihre Inhalte auch über KI zugänglich zu machen und sucht aktiv den Dialog mit Plattformen für bessere Kooperationsmodelle.
ZDF-Intendant Dr. Norbert Himmler sieht in der Studie die Bedeutung öffentlich-rechtlicher Informationsangebote bestätigt. Diese bieten verlässliche Informationen und journalistische Einordnung, die KI-Tools nicht leisten können.
Nächste Schritte
Das Forschungsteam hat ein „Toolkit zur Genauigkeit bei KI-Assistenten“ veröffentlicht, das Vorschläge zur Verbesserung der KI-Antworten und zur Förderung der Medienkompetenz bei den Nutzern enthält. Die Studie regt an, die Fragen zu klären, was eine gute KI-Antwort ausmacht und welche Probleme behoben werden müssen.
Forderungen an Regulierungsbehörden
Die EBU und ihre Mitglieder fordern die EU sowie nationale Regulierungsbehörden auf, bestehende Gesetze zur Informationsintegrität und Medienvielfalt konsequent durchzusetzen. Eine unabhängige Überwachung von KI-Assistenten wird als unerlässlich angesehen, um mit der schnellen technologischen Entwicklung Schritt zu halten.
Präsentation der Studie
Die Ergebnisse der Studie werden im Rahmen der EBU News Assembly in Neapel präsentiert, die vom 22. bis 23. Oktober stattfindet.
