Eric Wrede über die Branche
Der Bestatter und Bestseller-Autor Eric Wrede äußert sich kritisch zum Thema Leichentourismus und gibt wertvolle Hinweise, wie man unseriöse Bestatter erkennen kann. Er empfiehlt, bei einem Besuch im Bestattungsunternehmen darauf zu achten, wie der Bestatter auf individuelle Wünsche reagiert.
Wichtige Hinweise für Angehörige
Wrede rät dazu, im Gespräch klar zu machen, dass man den Verstorbenen vor der Bestattung noch einmal sehen möchte. Sollte der Bestatter versuchen, davon abzuraten und stattdessen auf Erinnerungen an die verstorbene Person hinweisen, sei es ratsam, den Ort umgehend zu verlassen. Solche Reaktionen deuten darauf hin, dass der Bestatter möglicherweise nicht transparent arbeitet.
Die Totenstarre und ihre Bedeutung
Ein weiteres Thema, das Wrede anspricht, ist die Totenstarre. Diese tritt in der Regel einige Stunden nach dem Tod auf und kann die Handhabung des Verstorbenen erschweren. Wrede erläutert, dass es wichtig ist, den richtigen Zeitpunkt für die Überführung des Körpers abzuwarten, um unangenehme Situationen zu vermeiden. Ein guter Bestatter wird den Angehörigen erklären, was er tut und warum.
Risiko unseriöser Bestatter
Wrede schätzt das Risiko, an einen unseriösen Bestatter zu geraten, als gering ein. Er geht davon aus, dass lediglich etwa zwei Prozent der Bestatter als „schwarze Schafe“ gelten. Die Mehrheit der Bestatter arbeitet professionell und einfühlsam.
Preisgestaltung und Leichentourismus
In Bezug auf sogenannte „Billig-Bestatter“ zeigt sich Wrede unbesorgt. Er betont, dass es nicht verwerflich sei, über die Kosten einer Bestattung zu sprechen. Die Preise für eine Bestattung bewegen sich im mittleren bis hohen vierstelligen Bereich. Wrede lehnt jedoch den Leichentourismus ab, bei dem Verstorbene über weite Strecken transportiert werden, nur um Kosten zu sparen. Er sieht hierin ein Risiko für die Würde des Verstorbenen und die Qualität der Bestattung.
