Am Freitag kam es nahe der Stadt Balasore im ostindischen Bundesstaat Odisha zu einem der schwersten Zugunfälle in der jüngeren Geschichte Indiens. Zwei Personenzüge kollidierten mit einem auf den Gleisen stehenden Güterzug. Die Bilanz der Behörden vom Samstag meldet mindestens 288 Todesopfer und rund 900 Verletzte.
Bild der Zerstörung
Am Tag nach dem Unglück zeigte sich am Unglücksort ein Bild der gigantischen Zerstörung. Umgestürzte Waggons und Berge von Trümmerteilen lagen neben den Gleisen. Zahlreiche Leichen waren unter weißen Tüchern bedeckt. Die Rettungskräfte suchten stundenlang nach Verletzten und Toten. Der Einsatz wurde schließlich für beendet erklärt, nachdem alle Verletzten und Leichen von der Unglücksstelle weggebracht worden waren.
Schwerster Zugunfall in 20 Jahren
Das Zugunglück nahe Balasore ist eines der schwersten in mehr als 20 Jahren. Die Zahl der Toten könnte noch steigen, da viele Verletzte im Krankenhaus ihren Verletzungen erliegen. Der Premierminister Indiens, Naredra Modi, besuchte am Samstag die Verletzten im Krankenhaus.
Beileidsbekundungen aus Deutschland und dem Vatikan
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bekundeten ihr Beileid. Papst Franziskus betet für die vielen Verletzten und die Anstrengungen der Rettungskräfte.
Sicherheit auf den Schienen
Indien besitzt eines der weltweit längsten Schienennetze. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu schweren Eisenbahnunfällen. Allerdings hat sich die Sicherheit auf den Schienen dank massiver Investitionen und neuer Technologien in den vergangenen Jahren deutlich verbessert.
