Laut dem NRW-Trend, einer Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des WDR-Magazins WESTPOL, sind knapp ein Jahr nach Bildung der ersten schwarz-grünen Koalition in Nordrhein-Westfalen die meisten Befragten im Bundesland unzufrieden mit der Arbeit der Landesregierung.
Schlechtere Bewertung als Vorgängerregierung
Nur 41 Prozent der Wahlberechtigten sind zufrieden, während die Unzufriedenheit auf 55 Prozent gestiegen ist. Die schwarz-grüne Landesregierung schneidet damit schlechter ab als die schwarz-gelbe Vorgängerregierung im Vorfeld der Landtagswahl im Mai letzten Jahres.
Kritik an verschiedenen Politikbereichen
In allen abgefragten Themenfeldern überwiegt die Kritik. Besonders unzufrieden sind die Nordrhein-Westfalen mit der Verkehrsinfrastruktur, der Schul- und Bildungspolitik sowie der Energiepolitik der Landesregierung. Auch die umwelt- und klimapolitischen Maßnahmen und die Bemühungen zur Integration von Flüchtlingen finden nur bei drei von zehn Wahlberechtigten Unterstützung.
Kritik an Flüchtlingsintegration nimmt zu
Angesichts steigender Flüchtlingszahlen hat die Kritik an den Regierungsleistungen in diesem Bereich zugenommen. Im April 2022 waren noch 52 Prozent der Befragten zufrieden mit der Arbeit der Landesregierung, jetzt sind es nur noch 29 Prozent.
Positive Bewertung bei innerer Sicherheit
Die schwarz-grüne Landesregierung überzeugt am ehesten bei Fragen der inneren Sicherheit. 45 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen sind zufrieden mit der Bekämpfung von Kriminalität und Verbrechen im Bundesland.
Ministerpräsident Wüst verliert an Rückhalt
Ministerpräsident Hendrik Wüst überzeugt aktuell knapp die Hälfte der Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen, hat aber seit Herbst an Rückhalt verloren. Ein Drittel der Bürgerinnen und Bürger ist derzeit weniger oder gar nicht zufrieden mit seiner Arbeit.
