Marktüberblick
Am Dienstag hoffen die asiatischen Märkte auf eine Erholung nach einem eher schwachen Wochenstart am Montag. Besonders die japanischen Aktien scheinen gut positioniert zu sein, um sich zu erholen, nachdem der Yen auf den niedrigsten Stand seit fast drei Monaten gefallen ist.
Yen und Dollar
Der Dollar stieg am Montag um fast 1% auf 150,90 Yen, was den höchsten Stand seit dem 1. August darstellt. Dies war das auffälligste Merkmal des breiten Anstiegs des Dollars, der gegen einen Korb wichtiger Währungen das stärkste Niveau seit fast drei Monaten erreichte. Die Korrelation zwischen dem Yen und japanischen Aktien hat sich in den letzten etwa einem Monat stark negativ entwickelt, was bedeutet, dass bei einer Yen-Abwertung die Aktien tendenziell steigen und umgekehrt.
Nikkei 225 und Yen
Die einfache rollierende 25-Tage-Korrelation zwischen Dollar/Yen und dem Nikkei 225 Index ist nun die umgekehrte seit 2005. In Anbetracht dieser Tatsache sollte der jüngste Rückgang des Yens eine positive Entwicklung für den Nikkei zur Folge haben. Ein starker Dollar ist jedoch keine gute Nachricht für Schwellenmärkte, insbesondere wenn er von steigenden Treasury-Renditen begleitet wird.
Steigende US-Anleihenrenditen
Die Renditen von US-Anleihen steigen. Die Rendite der 10-jährigen Anleihe stieg am Montag um 11 Basispunkte auf ein Drei-Monats-Hoch von 4,19%. Dies wirft Fragen zu Inflation, Schulden und Defiziten sowie zu den bevorstehenden Wahlen auf. Unabhängig von den Gründen deutet dies auf eine Straffung der finanziellen Bedingungen hin, was oft ein Warnsignal für Schwellenmärkte darstellt.
Chinesische Märkte und Exportzahlen
Die chinesischen Märkte haben positiv in die Woche gestartet, nachdem die People’s Bank of China die Benchmark-Zinssätze um 25 Basispunkte gesenkt hat und neue Maßnahmen zur Unterstützung innovativer Technologieunternehmen angekündigt wurden. Dennoch erinnern die Exportzahlen aus Taiwan an die wirtschaftlichen Herausforderungen Chinas. Die Exportaufträge im September blieben hinter den Erwartungen zurück, was auf eine nachlassende Nachfrage aus dem wichtigsten Handelspartner China hindeutet.
Asiatische Wirtschaftsdaten
Der Wirtschaftskalender für Dienstag in Asien ist überschaubar, wobei die Verbraucherpreisinflation in Hongkong, die Erzeugerpreisinflation in Südkorea und die Handelszahlen aus Neuseeland die Hauptpunkte darstellen. In Südkorea scheinen die Preisdrucksignale schnell nachzulassen. Die jährliche PPI im August fiel auf 1,6% von 2,6% im Juli – der stärkste Rückgang im Monatsvergleich seit Mai des letzten Jahres. In zwei der letzten drei Monate war die monatliche PPI negativ.
