Am Mittwochmorgen eröffnete ein Schüler der siebten Klasse das Feuer an einer Grundschule in Belgrad und tötete dabei mindestens acht Schüler und einen Sicherheitsbeamten. Eine Lehrerin soll ebenfalls verletzt worden sein. Die Rettungsdienste sind vor Ort. Der mutmaßliche Täter, ein minderjähriger Schüler, wurde von der Polizei festgenommen. Er hatte mehrere Schüsse aus der Waffe seines Vaters abgegeben.

Die serbischen Behörden haben bisher keine Informationen über das Motiv des Täters bekannt gegeben. Ein Schüler, der den Täter kannte, beschrieb ihn als „ruhigen Typen“, der „nett aussah“. „Er hatte gute Noten, aber wir wussten nicht viel über ihn“, fügte der Schüler hinzu. „Er war nicht so offen mit allen. Ich hätte sicher nicht erwartet, dass so etwas passiert.“

Im Gegensatz zu den USA gab es in Serbien und der umliegenden Balkanregion bisher nur wenige Fälle von Massenschießereien, und es gab in den letzten Jahren keine Berichte über solche Vorfälle an Schulen. Experten warnen jedoch davor, dass immer noch eine große Anzahl von Waffen im Land vorhanden ist, die aus den Kriegen der 1990er Jahre stammen. Hinzu kommt die anhaltende wirtschaftliche Notlage und die jahrzehntelange Instabilität aufgrund dieser Konflikte, die potenziell zu weiteren Gewaltausbrüchen führen könnten.

Reaktionen

„Ich sah Kinder aus der Schule rennen, schreiend. Eltern kamen, sie waren in Panik. Später hörte ich drei Schüsse“, berichtete ein Schüler dem serbischen Staatsfernsehen RTS.

Hintergrund

2013 tötete ein ehemaliger Balkan-Kriegsveteran bei einem Massaker in einem zentralserbischen Dorf 13 Menschen.

Fazit

Die Schießerei an der Grundschule in Belgrad hat die serbische Öffentlichkeit schockiert. Die Behörden haben eine Untersuchung eingeleitet, um das Motiv des Täters zu ermitteln. Experten warnen jedoch vor den Auswirkungen der langjährigen Instabilität und der großen Anzahl von Waffen im Land.

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