Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat am Samstag in Schwerin eine Reform der Strompreise in Deutschland gefordert. Sie bezeichnete das derzeitige System als „total unsolidarisch“, da die Strompreise im Norden am höchsten und im Süden am niedrigsten seien. Schwesig betonte die Notwendigkeit von gleichen und fairen Preisen in ganz Deutschland.

Ungleichheit der Strompreise in Deutschland

Die Ministerpräsidentin wies darauf hin, dass Norddeutschland durch Windparks und Flüssiggas-Terminals für Energiesicherheit sorge, von der Süddeutschland profitiere. Dennoch zahlten die Menschen im Norden die höchsten Strompreise. Schwesig forderte die Ministerpräsidenten von Bayern und Baden-Württemberg, Markus Söder (CSU) und Winfried Kretschmann (Grüne), auf, zu überdenken, ob es fair sei, denjenigen, die ihnen die Energie produzieren, immer die Höchstpreise aufzubürden.

Streit um höhere Strompreise

Sechs Bundesländer wehren sich derzeit gegen höhere Strompreise aufgrund eines geringeren Windkraftausbaus. Die Ministerpräsidenten und -präsidentinnen von Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland fordern eine einheitliche Strompreiszone als Ausdruck eines einheitlichen deutschen Wirtschaftsraums.

Grüne Energie als Akzeptanzfrage

Schwesig betonte, dass der Norden Deutschlands die grüne Energie produziere und die Menschen dort dafür die höchsten Strompreise zahlen würden. Sie betonte, dass es eine Akzeptanzfrage sei und der Industriestandort Deutschland gefährdet sei, wenn nicht genug grüne Energie produziert werde.

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