Die Landesregierung von Brandenburg hat gemeinsam mit Krankenkassen und anderen Partnern die Initiative „Kindeswohl im Blick“ gestartet, um Kindern und Jugendlichen mit psychischen und anderen gesundheitlichen Beschwerden den Zugang zu Behandlung und Beratung zu erleichtern. Die Eindämmungsmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie haben insbesondere Kinder und Jugendliche in sozial angespannten Verhältnissen und beengten Wohnungen stark belastet.

Gesundheitliche Aufklärung in Kitas, Schulen und Familienzentren

Um die Situation zu verbessern, wollen die Akteure des Netzwerks in Kitas, Schulen und Familienzentren verstärkt gesundheitliche Aufklärung betreiben. Dabei soll auch das Thema gesunde Ernährung durch Kinder-Theater oder gemeinsames Gärtnern im Kita-Garten transportiert werden.

Zusammenarbeit mit Jugendhilfe und Sportvereinen

Die Zusammenarbeit mit der Jugendhilfe, die Familien in schwierigen Lebenslagen betreut, soll weiter ausgebaut werden. Dabei geht es nicht nur darum, den Kindern und Jugendlichen in Therapien zu vermitteln, sondern auch den Zugang zu Sportvereinen zu erleichtern. Die Angebote für gesundheitliche Vorsorge und Behandlung sollten möglichst ohne große Hürden erreichbar sein.

Psychische Folgen der Corona-Pandemie

Eine bundesweite Studie zu den psychischen Folgen der Corona-Pandemie (Copsy) zeigt, dass knapp drei Viertel der befragten Kinder und Jugendlichen in Brandenburg die Veränderungen in Folge der Corona-Pandemie belastend empfunden haben. Knapp 37 Prozent zeigten Anzeichen für eine Angststörung und jeder Fünfte zeigte Symptome einer Depression.

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher betonte, dass die Landesinitiative „Kindeswohl im Blick“ dazu beitragen soll, die Belastungen für Kinder und Jugendliche zu verringern und ihnen den Zugang zu Behandlung und Beratung zu erleichtern.

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