Am Tag der Krönung von König Charles III. waren zahlreiche internationale Gäste geladen. US-Präsident Joe Biden entschied sich jedoch, nicht persönlich anwesend zu sein und schickte stattdessen seine Ehefrau Jill Biden und ihre gemeinsame Enkelin. Biden setzt damit eine lange Tradition fort, denn kein amtierender US-Präsident hat jemals an der Krönung eines englischen Königs teilgenommen.
Tradition wird fortgesetzt
Die Gästeliste der Krönungsfeierlichkeiten war prominent besetzt, wobei zahlreiche Staatsoberhäupter König Charles III. ihre Aufwartung machten. Biden jedoch hatte bereits vor einem Monat bekannt gegeben, dass er nicht persönlich anwesend sein würde. Bei der letzten Krönung von Königin Elizabeth II. im Jahr 1952 hatte auch Bidens Amtsvorgänger Dwight D. Eisenhower auf eine Teilnahme verzichtet und stattdessen eine Delegation nach England geschickt.
Keine politische Geste?
Obwohl die Beziehung zwischen den USA und Großbritannien heute eng ist, könnte es sich bei früheren Ablehnungen um eine politische Geste gehandelt haben. Schließlich war die Unabhängigkeit der USA von der als tyrannisch empfundenen Herrschaft des britischen Königshauses der wichtigste Grund für den blutigen Kampf um die Unabhängigkeit. In jüngster Zeit war Biden jedoch persönlich bei der Beerdigung von Königin Elizabeth anwesend.
Trump kritisiert Bidens Entscheidung
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump kritisierte Bidens Entscheidung, nicht zur Krönung zu kommen, scharf. Er behauptete sogar, er selbst hätte die Einladung angenommen. Biden betonte jedoch in einem persönlichen Telefonat mit König Charles III. die Stärke der Beziehung zwischen den beiden Ländern und freute sich auf ein späteres Treffen der beiden Staatsoberhäupter.
