Prozessdetails
Im Mordprozess um eine zerstückelte Leiche einer Frau aus Bremerhaven hat ein weiterer Verteidiger des angeklagten Ehemannes einen Freispruch gefordert. Der Anwalt betonte, dass es keine Beweise für die Tat gebe, sondern lediglich Indizien. Es sei unklar, ob der Angeklagte oder die Mutter des Angeklagten für den Tod der Ehefrau verantwortlich sei. Die Mutter des Mannes hatte mehrfach angegeben, sie habe die Frau umgebracht. Es könne nicht nachgewiesen werden, wer für die Tat verantwortlich sei. Es gelte die Unschuldsvermutung.
Forderungen der Staatsanwaltschaft
Die Staatsanwaltschaft hatte in der vergangenen Woche eine lebenslange Freiheitsstrafe für den Deutschen wegen Mordes gefordert. Der Hafenarbeiter soll seine aus Russland stammende Ehefrau heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen im Februar 2022 erst mit Beruhigungsmittel betäubt und dann getötet haben. Es bestehe eine besondere Schwere der Schuld, wodurch eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren nahezu ausgeschlossen wäre.
Details zum Mord
Nach dem Mord soll der Angeklagte die Leiche zerteilt, in Plastik gewickelt und in einen Koffer gepackt haben. Den Koffer soll er in ein fließendes Gewässer geworfen haben. Anfang März 2022 wurden die Überreste der Frau am Bremerhavener Weserufer gefunden.
Verhandlungstermine
Das Gericht hat bis Anfang Juni Verhandlungstermine angesetzt.
