Am 10.05.2023 veröffentlichte „nd.DerTag“ einen Kommentar zum Urteil des Europäischen Gerichtshofs über die Lufthansa-Corona-Beihilfen.

Das Prinzip des Kapitalismus

Das Prinzip des Kapitalismus besagt, dass erfolgreiche Unternehmen ihre Gewinne dem klugen Management zu verdanken haben. Doch wenn ein Unternehmen in Schwierigkeiten gerät, wird nach Staatshilfe gerufen. Im konkreten Fall geht es um die Lufthansa und die Folgen der Corona-Pandemie.

Die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs

Der Europäische Gerichtshof bemängelte, dass die Lufthansa sich notwendige Mittel zur Krisenbewältigung auf dem Finanzmarkt hätte besorgen können. Dennoch schnürte die Bundesregierung ein milliardenschweres Rettungspaket, dank gutem Lobbyismus. Die EU-Kommission hätte das stoppen können, nickte aber die deutsche Extratour im Juni 2020 willfährig ab. Die Luxemburger Richter folgten nun den Klagen von Konkurrenten wider die EU-Beihilfeentscheidung.

Die Auswirkungen auf die Beschäftigten und das Unternehmen

Die Lufthansa-Beschäftigten müssen mit den Inflationskosten klarkommen, während der Vorstandschef fast fünf Millionen Euro einstreicht. Andere Airlines haben Corona nicht oder nur schlecht überlebt, Lufthansa jedoch baute die europaweite Marktmacht aus und schluckt nun weitere Unternehmen.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs auf die Zukunft der Lufthansa auswirken wird.

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