Sanierungsplanung des Helenesees
Der Helenesee bei Frankfurt (Oder) bleibt auch diesen Sommer für Badelustige gesperrt. Zwei Jahre nach der Sperrung ist immer noch unklar, wann das Gewässer wieder geöffnet wird. Das zuständige Landesbergbauamt hat jedoch einen weiteren Schritt in Richtung Sanierungsplanung getan. Kernbohrungen am Nord- und Westufer wurden durchgeführt und sollen diese Woche abgeschlossen sein.
Gefahrenlage und Gutachten zur Standsicherheit
In den vergangenen Monaten hat das Landesbergbauamt die Gefahrenlage erkundet. Voraussichtlich Ende September soll das Gutachten zur Standsicherheit vorliegen. Dann wird klar sein, welche Flächen gesichert werden müssen. Vor zwei Jahren wurde der See mit einer Gesamtlänge von 1350 Metern gesperrt, nachdem am Ostufer massive Rutschungen festgestellt worden waren.
Geschichte des Helenesees
Der Helenesee ist das Restloch der ehemaligen Braunkohlegrube „Helene“, die von 1943 bis 1958 betrieben wurde. Danach wurde der Tagebau als unwirtschaftlich aufgegeben und lief bis etwa 1970 voll Grundwasser. Abgerutschte Böschungen und Teilsperrungen gab es im Laufe der Jahre häufig. Das Südufer wurde 2010 gesperrt.
Ausblick auf das Gutachten
Nach Angaben der Stadt wird die Öffentlichkeit im September über Ergebnisse des LBGR-Gutachtens informiert werden. Nicht wenige hoffen, dass nach der Untersuchung vielleicht doch Teilabschnitte des Helenesees wieder betretbar sind. LBGR-Präsident Sebastian Fritze betont jedoch, dass er weder zur Freigabe des Sees noch zu dieser Möglichkeit Aussagen treffen kann.
Forderungen der Gewerbetreibenden
Daniel Grabow, Inhaber der Helenesee AG und Betreiber des Campingplatzes, erwartet, dass nach zwei Jahren Sperrung über weitere Schritte transparent kommuniziert wird. „Es müssen verbindlich zeitliche Perspektiven geschaffen werden, damit die Gewerbetreibenden planen können“, sagt er der Deutschen Presse-Agentur. Die Sanierung des Sees müsse bei den Behörden Priorität haben. Bislang gebe es wenig Verbindliches.
Veranstaltungen am Helenesee
Die Stadt hat hart darum gekämpft, dass das Areal am See für Veranstaltungen genutzt werden kann. Im Sommer finden fast jede Woche Veranstaltungen statt, darunter Festivals. Auch die Europa-Universität Viadrina will Studierendenpartys und Beach-Feste ausrichten.
