Am Dienstag stieg die Zahl der Todesopfer des Wirbelsturms in Myanmar auf mindestens 81 an, wie lokale Führer, Beamte und staatliche Medien berichteten. Die betroffenen Dorfbewohner versuchen, ihre zerstörten Häuser wieder aufzubauen und warten auf Hilfe und Unterstützung.

Verwüstungen durch den Wirbelsturm

Der Sturm namens „Mocha“ traf am Sonntag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 195 Kilometern pro Stunde auf Land und brachte Strommasten zum Einsturz und zerstörte hölzerne Fischerboote. In den Dörfern Bu Ma und Khaung Doke Kar im Bundesstaat Rakhine, in denen die verfolgte muslimische Minderheit der Rohingya lebt, starben mindestens 46 Menschen, wie lokale Führer AFP-Reportern vor Ort berichteten. In einem Kloster in einem Dorf in der Gemeinde Rathedaung nördlich der Hauptstadt Sittwe kamen 13 Menschen ums Leben, als es einstürzte. Eine Frau starb, als ein Gebäude in einem benachbarten Dorf zusammenbrach, so der staatliche Sender MRTV.

Suche nach Vermissten

„Es wird weitere Todesfälle geben, da mehr als hundert Menschen vermisst werden“, sagte Karlo, der Leiter des Dorfes Bu Ma nahe Sittwe. Andere Bewohner suchten am Strand nach Familienmitgliedern, die von einer Sturmflut weggespült wurden, berichteten AFP-Korrespondenten. In dem Lager für vertriebene Rohingya in Dapaing nahe Sittwe starben neun Menschen, wie der Lagerleiter AFP mitteilte. Das Lager sei von der Außenwelt abgeschnitten und fehle es an Versorgung.

Internationale Hilfe

China erklärte sich bereit, „Notfallhilfe bei Katastrophen“ zu leisten, wie es in einer Erklärung auf der Facebook-Seite seiner Botschaft in Myanmar hieß. Das UN-Flüchtlingsbüro gab bekannt, dass es Berichte untersuche, wonach die in den Verdrängungslagern lebenden Rohingya betroffen seien.

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