Die Regierung von Rishi Sunak plant eine Reform des Gesundheitswesens in England, um die Rekord-Wartelisten zu reduzieren. Patienten sollen in der Lage sein, kostenlose Behandlungen in privaten Krankenhäusern zu buchen. Laut dem Department of Health and Social Care können Patienten über die NHS-App oder -Website bis zu fünf Anbieter auswählen, darunter auch unabhängige Anbieter, für Operationen, Scans und Verfahren. Sunak möchte vor den erwarteten Wahlen im nächsten Jahr ein großes Angebot im Gesundheitswesen machen, um Wähler zu gewinnen. Seine konservative Partei liegt derzeit mit einem zweistelligen Abstand hinter der Labour-Partei von Keir Starmer, die eine grundlegende Reform des Gesundheitswesens versprochen hat, falls sie an die Macht kommt.

Private Gesundheitsversorgung als Lösung

Sowohl Labour als auch die Tories sind offen für eine größere Nutzung der privaten Gesundheitsversorgung, um den Druck auf das NHS zu verringern, das unter der Belastung von mehr als 7 Millionen Patienten, die auf elektive Versorgung warten, zusammenbricht. Private Anbieter liefern bereits zusätzliche Kapazitäten in Krankenhäusern für Operationen und Betten, und Sunak möchte den Patienten mehr Wahlmöglichkeiten geben. Nach einem Gespräch mit ihrem Hausarzt können die Patienten Informationen von Anbietern filtern lassen, die nach Entfernung, Wartezeiten und Qualität der Versorgung sortiert sind.

Kritik an der Reform

David Hare, CEO des Independent Healthcare Providers Network, sagte in einer Erklärung: „Wir wissen, dass viele Patienten eine Wahl haben möchten, da dies ihre Wartezeit für die NHS-Versorgung dramatisch reduzieren kann. Aber oft sind die Patienten unklar darüber, dass sie das Recht haben, einen Gesundheitsdienstleister auszuwählen, der ihre NHS-Versorgung – ob eine NHS-Organisation oder ein unabhängiger Sektor – kostenlos anbietet.“ Derzeit machen etwa einer von zehn Patienten von ihrem Recht Gebrauch, wo sie behandelt werden möchten, sagte das Gesundheitsministerium. NHS Providers, die Gesundheitsdienstleister vertreten, warnten jedoch davor, dass eine Verbesserung der Wahlmöglichkeiten „kein Allheilmittel“ für die breiteren Herausforderungen sei, mit denen das NHS konfrontiert ist. „Es ist schwer vorstellbar, wie wir die diagnostischen Zentren, Operationssäle oder andere Gesundheitseinrichtungen besetzen werden, die für diese Versorgung benötigt werden, wenn keine Maßnahmen ergriffen werden, um den erheblichen Personalmangel zu beheben“, sagte Sprecherin Miriam Deakin in einer Erklärung.

Dieser Bericht wurde von einer Nachrichtenagentur ohne Änderungen am Text veröffentlicht.

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