Die Nato und verbündete Staaten führen derzeit zwei Luftkriegsübungen durch, um ihre Fähigkeiten zu demonstrieren. Flugzeuge und Wartungsgeräte wurden dafür nach Europa verschifft und Einsatzräume bezogen.

Unangenehme Erinnerungen

Die Übungen rufen unangenehme Erinnerungen hervor, als sich zuletzt Ende 2021 ein Übungsgeschehen den Weg in die Nachrichten bahnte. Übende Truppen wurden in grenznahe Gebiete bewegt, verzugslos als „Spezialoperation“ propagandistisch verharmlost und gingen zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine über.

Glaubwürdigkeit der Nato-Übungen

Seit Ausbruch des Krieges hat sich vieles in der Sprache der verantwortlichen Generäle gewandelt. Luftwaffeninspekteur Ingo Gerhartz nennt atomwaffenfähige Kampfjets „alternativlos“ und freut sich über eine „glaubwürdige Abschreckung“. Gerhartz bleibt aber die Erklärung schuldig, warum Nato-Übungen der vergangenen Jahre so unglaubwürdig gewesen sein sollten, dass Wladimir Putin dennoch die Ukraine angriff.

Glaubwürdigkeit von Gerhartz

Über deutsche Eurofighter, die über finnischem Gebiet und damit in einem Nachbarland Russlands üben, gelangt am Tag nach Übungsbeginn nichts in die Presse. Gerhartz propagiert in dieser Woche lieber, dass in gut 14 Tagen, wenn die „Air Defender“-Übung startet, nur defensiv und eher wenig in Nähe der russischen Grenze geübt werde.

Die Glaubwürdigkeit von Gerhartz und den Nato-Übungen bleibt fraglich. Es bleibt zu hoffen, dass das Streichholz, das da gezückt ist, nicht zünden wird.

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