Stadtwerke und Energieunternehmen warnen vor einem stockenden Ausbau des Fernwärmenetzes aufgrund zu strenger Erneuerbaren-Auflagen. Laut dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU) seien die Zielvorgaben im bisherigen Gesetzesentwurf zur kommunalen Wärmeplanung „unrealistisch“. Einige Ausbauprojekte des Fernwärmenetzes drohten daher auf Eis gelegt zu werden, da die Betreiber die Umstellung nicht in der vorgegebenen Zeit schaffen könnten.

Zielvorgaben der bisherigen kommunalen Wärmeplanung „unrealistisch“

Nach den bisherigen Plänen der Bundesregierung sollen bis 2030 50 Prozent der Fernwärme klimaneutral erzeugt werden. Der VKU hält diese Zielvorgabe für unrealistisch und fordert längere Übergangsfristen.

Technologieoffenheit ist „gefährdet“

Ein weiteres Problem sieht der Verband in der „Technologieoffenheit“. Wenn Stadtwerke auf Wasserstoff setzen würden, müssten sie gewährleisten, dass ihre Wärmenetze bis 2035 zu 100 Prozent mit dem Energieträger betrieben werden können. Derzeit sei das jedoch noch nicht möglich. Bei der Fernwärme bestehe die Gefahr von überambitionierten Wasserstoff- und Erneuerbaren-Quoten. Es brauche daher ausreichend Zeit für die Umstellung, um die Fernwärme nicht abzuwürgen.

Die Stadtwerke und Energieunternehmen fordern daher eine Anpassung der Erneuerbaren-Auflagen, um den Netzausbau nicht zu gefährden.

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